Heimarbeit: Basilikum selbst ziehen

Botanischer Bezeichnung: Ocimum basilicum. Der Name ist vom griechischen basileus (König) abgeleitet. Weitere Namen: Königskraut, Basilienkraut, Birnkraut, Braunsilge, Josefskräutlein, Balsam, Nelken- oder Hirtenbasilie.
Familie: Lippenblütler 
Standort: sonnig
Kultur: Einjährige Pflanze 
Besonderheit: Bienenfutterpflanze

Herkunft

Heimat des Basilikums ist vermutlich das tropische Vorderindien. Auch die Ägypter haben das Kraut gekannt, denn Basilienkränze fanden Forscher bereits in den Grabkammern der Pyramiden. Die alten Griechen ersannen viele Legenden um die Herkunft des Basilikums. In Mitteleuropa war Basilikum ab dem 12. Jahrhundert bekannt. 

Anzucht

Die Pflanze wird jedes Frühjahr neu aus Saatgut gezogen. Einmal gekaufte Samen sind rund vier Jahre lang keimfähig. Selbst geerntetes Saatgut ist nicht zu empfehlen, weil es in unserem Klima nur bedingt ausreifen kann.

Ohne Zusatzlicht lohnt es nicht, vor April auszusäen. Die Samen werden im Anzuchtgefäß nur leicht angedrückt und bei 22 bis 25 Grad Celsius feucht gehalten. Nach etwa einer Woche beginnt die Keimung. Die Pflänzlinge sollten bis zu zwei Mal pikiert werden, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Auch die Vermehrung durch Kopftriebe ist möglich. Stecklinge von kräftigen Pflanzen bewurzeln sich nach zwei bis drei Wochen (bei circa 20 Grad Celsius).

Pflege

Sollen die Pflanzen in den Garten oder Balkonkasten, dürfen sie erst nach den Maifrösten gut abgehärtet (also einige Tage tagsüber ins geschützte Freie stellen und abends ins Haus holen) nach Draußen. In kälteren Gegenden ist eventuell Folienschutz bis Anfang Juni zu empfehlen. Basilikum liebt lockeren, humusreichen Boden. Der Pflanzabstand beträgt 25 x 25 cm. Um den jungen Pflanzen Halt zu geben, sollten sie etwas tiefer als vorher eingepflanzt werden.

Basilikum sollte niemals längere Zeit kühl (unter 15 Grad Celsius) und nass stehen. Die Blätter färben sich dann schnell gelb und das weitere Wachstum wird eingestellt. In heißen Perioden brauche sie täglich genügend Wasser. Basilikum darf auch in der Mittagshitze gegossen und überbraust werden.

Auch Dauerpflege im Topf auf der Fensterbank ist möglich. Ebenfalls kann man junge Basilikumpflanzen samt Topf in das Gartenbeet einsetzen. So kann man sie ab September zurück ins Haus holen und noch einige Zeit Freude daran haben. Bei guter Weiterpflege (Zusatzlicht ist zu empfehlen) kann man daraus weitere Stecklinge ziehen.

Basilikum-Sorten 

Basilikum, großblättrig

Bekannteste Sorte. Starker Wuchs, sehr gutes Aroma. Perfekt für die italienische Küche.

Basilikum, rotblättrig

Rot-braunes Basilikum, das im Anbau etwas anspruchsvoller als das großblättrige Basilikum.

Zitronenbasilikum 

Schmeckt nach Zitrone und eignet sich gut für Tee und frische Salate.

Zimtbasilikum 

Bildet große Blätter und verbindet Duft und Aroma von Zimt und Basilikum. Mit kleinen violetten Blüten auch sehr dekorativ im Blumenbeet.

Thaibasilikum 

Wächst niedriger und hat mittelgroße leicht violette Blätter.mit rosa-Violetten Bluten sehr dekorativ als Zierstrauch. Braucht warme Lagen. Der süße Geschmack erinnert an Anis.

Heiliges Basilikum (Tulsi)

Bekannt aus Hinduistischen Zeremonien. Hochwachsender, robuster Strauch, der sich für das Freiland eignet. Kräftige Blätter, rosa Blüten, blumiger Geruch, süß-herber Geschmack. Perfekte für Tee und asiatische Gerichte.

Foto: unsplash.com/ Monika Grabkowska

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